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Zu Ehren des Heiligen Sebastian

Ein Schnapserl auf die Gesundheit!

Jährlich am 20. Januar wird in der Region Hochkönig der Gedenktag zu Ehren des Schutzheiligen Sebastian gefeiert. Dieses Brauchtum erfreute sich besonders im Mittelalter und zu Zeiten des Barock besonderer Beliebtheit. Und auch heute noch ist es in Mühlbach am Hochkönig üblich, am Sebastianstag ein Schnapserl auf die Gesundheit zu trinken. Doch wie ist dieser Brauch eigentlich entstanden?

Bevor darauf eingegangen wird, erfolgt ein geschichtlicher Abriss zum Leben und Wirken des Heiligen Sebastian.

Hintergrund zum Märtyrer & Heiligen Sebastian

Der in Mailand geborene Sebastian war ein römischer Soldat und fand seinen Tod an einem 20. Januar vermutlich im Jahre 288 in Rom. Der Legende nach gehörte er zu den Märtyrern vom unzerstörbaren Leben.

Statue vom Schutzheiligen Sebastian
Typische Darstellung des Heiligen Sebastian in Venezuela (Pixabay)

Der einstige Offizier in der kaiserlichen Garde war ein aktiver Unterstützer des Christentums und wurde deswegen zum Tode verurteilt. Während des Martyriums band man ihn nackt an einen Baum und beschoss ihn mit Pfeilen. Doch Sebastian überlebte und wurde von der christlichen Witwe Irene wieder gesund gepflegt. Unbeirrt übte er weiterhin massive Kritik an der Religionspolitik des Kaisers aus. Zur Strafe ließ dieser ihn erschlagen und anschließend in eine große Kloake werfen. Die Christin Lucinda barg den Leichnam und begrub diesen bei der Via Appia Antica an der Aurelianischen Stadtmauer – dort sind heute die Katakomben des Sebastians anzutreffen.

Schutzpatron gegen Pest, Seuchen & vieles mehr

Besonders die Darstellung als ein entblößter Jüngling, der an einem Baum gefesselt und mit Pfeilen durchbohrt wird, hielt sich über die Jahrhunderte. Er gilt seitdem als Patron zahlreicher Städte wie auch für Soldaten, Bogenschützen, Sterbende sowie für viele weitere christliche Gruppierungen. Daneben gilt er vor allem auch als Schutzheiliger gegen Geschwüre, Pest und andere Seuchen. Dies rührt daher, dass in antiken Vorstellungen die Pest bzw. der „Schwarze Tod“ die Menschen scheinbar so wahllos getroffen hat, als hätte ein Gott oder ein „Pestengel“ vergiftete Pfeile auf die Erde geschossen. Und Sebastian hat die Verwundung durch die vergifteten Pfeile überlebt, so sagte man.

Auch die Pfarre in Mühlbach ist dem Heiligen Sebastian geweiht, der dort als Schutzheiliger gegen ansteckende Krankheiten verehrt wird.

Bauernregeln & Bräuche an Sebastiani

Rund um den Heiligen Sebastian wie auch den damaligen christlichen Papst Fabianus entstanden viele Bauernregeln, die sich hauptsächlich auf die Sebastianskälte vom 16. bis zum 26. Januar beziehen. So durften beispielsweise nach dem Sebastianstag keine Bäume mehr gefällt werden, da an diesem Tag der Saft in den Bäumen zu steigen beginnt. Eine weitere Regel besagt, dass an Fabian und Sebastian der rechte Winter anfängt.

Zu Ehren des Märtyrers entstanden auch einige Bräuche, die zum Teil auch heute noch in einigen österreichischen Regionen angewandt werden. Die Bräuche beruhen auf dem Pfeil als Attribut – im Mittelalter zählten daher kleine Sebastianspfeile als Pest-Amulette. Außerdem segnete man die „Sebastiansminne“ – einen Wein, in den der Priester eine Pfeilreliquie eintauchte. Daneben gab es Sebastiansbrote, Lieder, Sebastiansbruderschaften, Prozessionen, ein Arbeitsverbot des Nähens einen Gesundheitsschnaps, der im Kreise der Familie oder von Bekannten getrunken wird. Vor allem der letzte Brauch ist heute noch sehr beliebt, bei welchem entweder mit einem Holler-, Schwarzbeer-, Vogelbeer- oder Enzianschnaps auf die Gesundheit angestoßen wird.

Auch die Bergheimat gönnt sich am 20. Januar zu Ehren des Heiligen Sebastian ein gutes Schnapserl auf die Gesundheit. Die fein destillierten Schnäpse wie auch andere Spirituosen und Liköre stammen dabei von der Grünegg Alm in Dienten. Neuerdings bereichern Edelbrände der Serie „Anti Corona Grippin“ das Sortiment der Schaubrennerei. Na dann, Prost und auf die Gesundheit!

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