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Tag Archiv für Genusswirt

Holunderblütensaft

Bergheimat Genusswirtin Sieglinde Kögl-Plenk

Bergheimat Genusswirtin Sieglinde Kögl-Plenk mit hausgemachtem Holunderblütensaft

Ende Juni – Anfang Juli ist es immer soweit,
rein in die Bergschuhe und ab in den steilen Bergheimatgarten.

Ich warte immer eine sonnige Periode ab, da sind die Holunderblüten in voller Reife und wenn mir ein warmer Duft vom Hollerbusch entgegenströmt, dann weiß ich, es ist die perfekte Zeit zum Pflücken.
Es werden nur vollreife und makellose Blütendolden gepflückt,
der Hollersaft weiß das zu Schätzen!

Ich mache den Hollersaft seit Jahren nach Gefühl und verrate euch hier mein Rezept für ca. 40 Liter fertigen Saft (für den Hausgebrauch bitte runter rechnen, ich empfehle auf 5 Liter). Der fertige Saft ist kein herkömmlicher Sirup und er wird auch kalt angesetzt.

Der perfekte Trinkgenuß ist dann 1 Teil Saft und 1 Teil Wein oder Sodawasser,
mit einer halben Limettenscheibe und Eiswürfel oder ein Schuß Hollersaft zum eisgekühlten Sekt.

Für die Herstellung ist, wie beim Marmeladekochen, eine vollkommene Reinheit wichtig, nicht nur für die Töpfe, Flaschen und Verschlüsse sondern auch für die Hände!

1 Kübel (10 Liter) voll mit Holunderblüten, schön von Blättern, groben Stielen und manchmal auch von kleinen Käfern befreit in 1 großen Topf geben und mit 40 Liter reinstem Quellwasser auffüllen.
Dazu kommen 10 unbehandelte Orangen und 10 unbehandelte Zitronen, in Scheiben geschnitten und mit der Hand zerquetscht. Alles verrühren und mit einem Deckel abschließen und 4 Tage im Kühlhaus stehen lassen. Man kann 1 x pro Tag die Blüten und Früchte unterrühren und schauen, dass sie immer unter Wasser sind.

Beim Töpfe heben, Zitrusfrüchte schneiden und Zuckersaft aufkochen habe ich glücklicherweise mein Küchenteam, das mir hilft.

Nach 4 Tagen wird der Saft durch ein Sieb geseiht und die Blüten und die Zitrusfrüchte entfernt.
Ein Teil (soviel dass der Zucker gut überdeckt ist) des abgeseihten Saftes wird mit ca. 10 kg Zucker in einem extra Topf aufgekocht, abgekühlt und dann in den restlichen, bereits abgeseihten Saft eingerührt.
Dann gebe ich noch ca. 400 ml flüssige Zitronensäure dazu, rühre alles durch und dann wird gekostet. Evtuell muss ich noch ein wenig Zitronensäure dazugeben oder wenn es zu wenig süß ist kann man auch noch flüssiges Kandisin dazu geben.
Wenn der Saft nach meinem Geschmack in Ordnung ist, gibt es noch eine Verkostungsrunde bei unserem Küchen- und Service Team und bei einem einstimmigen JA fülle ich den Saft in reine Mineralwasserflaschen mit Drehverschluß ab und stelle sie ins Kühlhaus. So hält er den ganzen Sommer.

Holunderblütensaft Genusswirt Bergheimat in Mühlbach am Hochkönig

Holunderblütensaft Genusswirt Bergheimat in Mühlbach am Hochkönig

Übrigens, wer unseren Hollerblütensaft probieren möchte, der kann dies mit ein paar erholsamen Tagen am Hochkönig wunderbar verbinden.

Und hier mein Geheimtipp für eine wunderschöne Wanderung zur Zachhofalm – ein “Muss” für alle Freunde von Kräutern und Wildpflanzen.
Heidi wird euch mit Ihrem Wissen begeistern und neben einem Kräutergarten, einem Schwimmteich mit Kneippe gibt es noch sooooooo… viel zu sehen und verkosten.
Gutes Gelingen und zum Wohl,
Eure Genusswirtin Sieglinde.

 

 

Genussregeln für Genießer und jene, die es noch werden wollen.

Geschmack und Genuss sind für mich als Salzburger Genusswirtin eine Leidenschaft.

Genusswirtin Sieglinde Kögl-Plenk

Genusswirtin Sieglinde Kögl-Plenk Hotel Bergheimat

Daher möchte ich Ihnen einen kleinen Einblick in die wunderbare Welt der kulinarischen Genüsse geben.

Eine gemeinsame Mahlzeit ist in vielen Familien auch heute noch ein wichtiger Ausdruck des Zusammenlebens. Und auch unsere Familie trifft sich zumindest ein Mal beim gemeinsamen Mittagessen. Es braucht auch nicht immer Feste und Feiern, um genießen zu können. Gönnen Sie sich Ihre persönlichen Genussmomente im Alltag –Sie werden sehen, wie gut es tut.

Genuss braucht Zeit.
Zeit ist besonders in unseren Tagen ein hohes Gut und will in vielen unserer Köpfe letztendlich ja auch verdient sein. Der Spruch „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“ hat heute mehr denn je, seine Gültigkeit. Planen Sie sich Ihre täglichen Genussmomente ein, in denen Sie wirklich „nur“ genießen und alles andere außer Acht lassen (eine aromatischer Abend-Tee als Betthupferl).

Genuss muss erlaubt sein.
Rechtliche, religiöse oder gesundheitliche Gründe müssen mit dem Genuss natürlich im Einklang stehen. Davon zu unterscheiden sind selbst auferlegte Verbote, die ein Genießen manchmal unmöglich machen. Aus welchen Gründen auch immer. Es gilt, diese zu relativieren und sich so manchem Genuss einfach hinzugeben.

Hausgemachte Marmeladen, Weingelee und Schmankerl im Hotel Bergheimat

Hausgemachte Marmeladen, Weingelee und Schmankerl im Hotel Bergheimat

Genuss ist individuell.
Genuss heißt „Auswählen, was gut tut“. Wenn es um kulinarische Genüsse geht, dann sind Sie bei uns in der Bergheimat goldrichtig. Sie werden auch in unserem Shop garantiert das eine oder andere Schmankerl für sich entdecken. Ob hausgemachte Marmeladen, Weingelee, Honig und Schnäpse aus der Region oder duftende Schafmilchprodukte und kostbare ätherische Öle und Wachse, hier schlägt das Urlauberherz höher.


Genuss geht nicht nebenbei.

Wir können kaum genießen, wenn wir viele Dinge gleichzeitig tun. Es soll einfach nur der Augenblick zählen, denn Genuss findet in der Gegenwart statt. Schenken Sie ihm mehr Aufmerksamkeit.

Genuss ist Maßhalten.
Das bedeutet im Gegensatz zur Völlerei, das Essen in Ruhe zu genießen und aufzuhören, wenn es am schönsten ist.

Genuss erfordert Erfahrung.
Genuss will erlernt sein. So können zum Beispiel wahre Weinkenner die einzelnen Geschmacksnuancen von Weinen bewusster wahrnehmen. Besonders schätze ich auch Fruchtsäfte aus den österreichischen Genussregionen. Bei einem Schluck naturtrüben Apfelsaft hat man das Gefühl, in einen frischen Apfel zu beißen. Besonders schätze ich  CARPE DIEM als alkoholfreie Alternative zu einem guten Essen. Bis zu 20 Aromen schmeckt man in jedem  einzelnen Tropfen und so macht dieses edle Getränk, in einem Weinglas serviert, jede Mahlzeit zu einem Genuss. Mit steigender Genussfähigkeit verbessert sich die Lebensfreude und infolge auch die Gesundheit.

Limettenburger vom Pinzgauer Rind

Limettenburger vom Pinzgauer Rind

Genuss ist alltäglich. Es braucht keine außerordentlichen Ereignisse, damit wir genießen können. Es sind die kleinen Dinge des Lebens, die es neu zu entdecken und zu zelebrieren gilt.  Dazu reicht für manchen von uns der Duft oder der Geschmack einer Tasse Kaffee. Machen auch Sie sich jene Momente und Augenblicke bewusst, in denen Sie wirklich mit alles Sinnen genießen. Saisonales Obst und Gemüse zur richtigen Jahreszeit ist für mich ein Muss. Spargel im Herbst oder Erdbeeren im Winter, das ist nicht das Meine – für die Speisendekoration sind „eingeflogene“ Früchte natürlich eine Ausnahme. Und ein bisschen Exotik darf in einer kreativen Küche auch nicht fehlen.


Gesunde Ernährung und Genuss gehören zusammen.

In der heutigen Zeit, in der Herausforderungen, Zeitdruck und Leistungsanforderungen zum Alltag gehören und neben dem Beruf oft Haushalt und Kindererziehung noch zusätzlich bewältigt werden müssen, ist es wichtiger denn je, auf eine ausgewogene Ernährung und eine regelmäßige Integration von Genussmomenten in den Alltag zu achten. Sie werden Ihre Gewohnheiten zwar kaum von heute auf morgen umstellen können, mit etwas Ausdauer und Konsequenz wird es Ihnen sicher gelingen.

„Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er zurück lässt, ist bleiben“ (Johann Wolfgang von Goethe)